Barrierefreies Webdesign

Körperlich eingeschränkte BesucherInnen verwenden spezielle Hilfsmittel, um den Inhalt einer Webseite zu erfassen und durch die Seite zu navigieren. Um eine Webseite auch für diese Hilfsmittel tauglich zu machen, sind einige Punkte zu beachten.

Für InternetbenutzerInnen mit verminderter Sehfähigkeit gibt es sogenannte Screenreader – Programme, die den Textinhalt einer Seite vorlesen. Dazu muss der Text im Quelltext einer Seite logisch angeordnet sein.
Ein Textelement, das in der Layout-Ansicht einer Seite ganz oben steht, kann im Quelltext z.B. tatsächlich erst ganz am Ende auftauchen und nur vom Designer an eine andere Stelle positioniert worden sein.
Bildelemente bedürfen einer lesbaren Texterklärung, ansonsten sind sie überhaupt nicht erkennbar.

Im Layout selbst ist auf eine kontrastreiche Darstellung zu achten, die Schriftgröße sollte nicht zu klein und vor allem justierbar gewählt werden.
Menüs, die mit Javascript programmiert sind (dies sind meist Menüs mit Bewegungseffekten), müssen auch ohne Javascript zugänglich sein, da dieses oft deaktiviert wird bzw. von Screenreadern nicht lesbar ist.
Flash-Webseiten sind überhaupt nicht zugänglich.

Bei einer eingeschränkten Bewegungsfreiheit benutzen die SurferInnen die Tastatur anstatt der Mouse. Hier müssen spezielle Tastenkürzel vom Webdesigner einprogrammiert werden.

Barrierefreie Programmierung hat noch einen beliebten Nebeneffekt: Suchmaschinenoptimierung – denn Suchmaschinen lesen die Seite genau wie Screenreader!